Strafrecht

Das Strafrecht befasst sich mit Handlungen, welche das Gesetz unter Strafe stellt. Hier wird bei den Delikten zwischen Verbrechen, Vergehen und Ordnungswidrigkeiten unterschieden. Für diesen Rechtsbereich kommt sowohl das Jugendstrafrecht als auch das Allgemeine Strafrecht zur Anwendung.


Nach §12 Abs. 1 des Strafgesetzbuches sind Verbrechen gesetzeswidrige Handlungen, welche mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr oder mehr bestraft werden. Absatz 2 besagt, dass man unter Vergehen strafbare Taten versteht, die im Mindestmaß eine geringere Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe zur Folge haben. 

Jugendstrafrecht

Wie der Name es schon hergibt, existieren hier einige Parallelen zum allgemeinen Strafrecht. Der Unterschied ist jedoch, dass speziell für Jugendliche ein eigenes Strafrecht angefertigt wurde. Ziel dieses Strafrechts ist im Vergleich zum Allgemeinen Strafrecht nicht die Bestrafung einer Tat, sondern die erzieherische Einwirkung auf den Jugendlichen, um ihm dadurch das Unrecht seiner Tat zu verdeutlichen und zu verhindern, dass die Person in Zukunft nochmal in Konflikt mit dem Gesetz gerät. 

Zivilrecht


Das Zivil- oder auch Privatrecht, behandelt Rechtsstreitigkeiten zwischen zwei Bürgern, die weder die Gesellschaft betreffen noch die öffentliche Meinung beeinflussen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um kleinere Delikte, wie z.B. Nachbarschaftsstreitigkeiten, Rechtsansprüche gegenüber Privatpersonen und Behörden, Verhandlungen über Schmerzensgeld usw.

 

Grundsätzlich ist für alle Verfahren in diesem Rechtsgebiet entscheidend, dass man als Kläger eine Anspruchsgrundlage besitzt. Solch eine Grundlage beinhaltet, wie es der Name bereits sagt, einen Anspruch, welcher per Privat- bzw. Zivilklage gegenüber dem Beklagten geltend gemacht werden kann. Solche Anspruchsgrundlagen sind insbesondere im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) zu finden. Dieses ist mit mehr als 1000 Paragrafen eines der größten Gesetzbücher, welche es aktuell gibt.